AHV bei Familienrecht

Zusammenfassung

Nichterwerbstätige haben entweder kein oder nur ein geringes Einkommen. Sie müssen seit dem 1.1.13 nach Vollendung des 20. Lebensjahres bis zum Eintritt in das Rentenalter Beiträge an die AHV, IV und EO leisten. Dies gilt insbesondere für die „klassische Hausfrau“.

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Thema: Nichterwerbstätige sind seit 1.1.13 beitragspflichtig

 

 

Nichterwerbstätige haben entweder kein oder nur ein geringes Einkommen. Sie müssen seit dem 1.1.13 nach Vollendung des 20. Lebensjahres bis zum Eintritt in das Rentenalter Beiträge an die AHV, IV und EO leisten. Dies gilt insbesondere für die „klassische Hausfrau“. Allerdings entfällt dann der Beitrag, wenn der erwerbstätige Ehegatte beitragspflichtig ist und mindestens den doppelten Mindestbetrag, neuerdings in Höhe von Fr. 960, einzahlt. Dann gilt der Beitrag des nichterwerbstätigen Ehegatten als mitabgegolten.

 

 

Besonders aufmerksam muss der nichterwerbstätige Ehegatte nach einer Scheidung sein. Selbst wenn vorher der Beitrag als geleistet galt, lebt dann die AHV-Beitragspflicht wieder auf. Geschiedene, die auch weiterhin keine Arbeit aufnehmen, müssen also daran denken, sich bei der Ausgleichskasse im Wohnkanton zu melden und den AHV-Beitrag zu zahlen. Dies betrifft insbesondere alleinerziehende Mütter. Ansonsten entstehen Beitragslücken, die im Alter zu einer niedrigeren Rente führen.

 

Allerdings besteht für eine gewisse Zeit die Möglichkeit, „verpasste“ Beitragsjahre rückwirkend einzukaufen.

 

Es ist anzuraten, in diesem komplexen Thema einen Rechtsanwalt aufzusuchen, der sich in diesem Regel-Ausnahme-Bereich auskennt.

 

Zusatzinformationen

Kategorie: Alters- und Hinterlassenenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitsrecht, Eherecht, Ehescheidung, Erwerbsersatz/Mutterschaftsentschädigung, Familienrecht Schlagworte: Datum: 12. Mai 2013 Autor: gabriele.goppel